Chroniken einer Nacht – oder wie ich in ein paar Stunden zum Mombie mutierte

Der folgende Text gibt meine Wahrnehmung der letzten Nacht wieder. Auf jegliche Überprüfung der Rechtschreibung könnt ihr verzichten. Punktation oder heißt das Interpunktion ist was für Anfänger oder solche, die viel geschlafen haben. Habe ich aber nicht. Ich bin müde und das sehr. Aber fangen wir von vorne an. Und achtet wie gesagt nicht auf Verpunktungen. ;-)

 

 

 

Der Kleine erzählt mir noch fröhlich beim Abendessen, dass er heute im Kindergarten so Schnupfen gehabt hat. In diesem Moment will er mir sagen, Mama die kommende Nacht wird scheiße. Alaramglocken haben nicht funktioniert. Ich checke es nicht und denke mir nichts weiter dabei. Ich fröhne meinerseits fröhlich meinem leckeren Wurstsalat. Fehler. Großer Fehler. Ein paar Stunden später bereue ich diese Unachtsamkeit.

Es ist 22 Uhr und ich lege mich nach einer guten Netflix-Folge, ich hab‘ übrigens eine neue Serie entdeckt, aber shit den Namen vergessen. Also wo war ich… Ach ja, es ist 22 Uhr und ich lege mich ins Bett. Nach einer guten Netflix-Folge, irgendwas mit Bomben. Die Augen fallen zu. Ich höre ein Husten und frage mich zunächst, welches meiner beiden Kinder das war. Egal, hat sich schon wieder beruhigt. Augen zu. 22.05 Uhr wieder Husten. Dieses Mal stärker. Ich höre am Klang, dass es der Kleine ist und bete im Stillen, dass es sich beruhigt und wir alle gut schlafen können. Es beruhigt sich aber nicht. Ich gehe zu ihm. Decke ihn wieder zu, gebe ihm zu trinken und schmiere ihn mit Erkältungsbalsam ein. Es sei dazu gesagt, alles was auch nur Medizin ähnelt, wird verschmäht. Auch jedes Kügelchen, jeder Hustenbonbon, jeder Fenchelhonig. Er nimmt einfach gar nichts. Ich befürchte schon Schlimmes und bete wieder. Fünf Minuten später: Ich lege mich wieder in mein Bett. Es ist Ruhe. Ich bin erleichtert und mir fallen die Augen wieder zu. Es dauert ein paar Minuten und es geht wieder los. Ich wecke den Mann (Alter, wie machen die das bloß mit dem Schlafen? ;-)) , sage ihm, dass er sich in das Bett des Kindes legen soll und hole den Kleinen zu mir. Das Husten geht die ganze Nacht, echt jetzt. Stundenlang. Diese mistigen Viren hocken überall und lachen sich eins. Ich bin überzeugt. Ich gebe ihm zu trinken alle paar Minuten, also meinem Kind, nicht den Viren. Decke ihn immer wieder zu und schlafe nicht länger als zwei Stunden in dieser Nacht.

 

Jetzt sitze ich hier und schreibe diesen Text. Warum eigentlich? So wirklich habe ich keine Ahnung. Ich bin müde. Ich wollte meinen Mist loswerden. Heute gibt’s Tiefkühlkost und morgen vielleicht auch. Ich will duschen, ohne Unterbrechung. Ich bin langsam. Im Laufen. Und im Denken. Vor allem im Denken. Irgendwie bringe ich heute nicht viel mehr raus als, mmhhh…oh….okay…. Ich bin heute Nacht zum Mombie mutiert. Die Mischung aus Mom und Zombie. You know. Ich bin müde und ich weiß genau, es gibt Schlimmeres, aber im Moment nicht. Für mich nicht!   Im Moment ist es das Schlimmste der Welt für mich. Und ich will Mitleid. Ne große Portion bitte. Oder falls nicht. Dann wenigstens, dass ihr ordentlich auf mich, für mich oder über mich lacht. Egal wie, aber Lachen ist gut. Ich brauche Make-Up, dickes Make-Up. Und Faltenspray. Ich schwöre, es sind heute Nacht mehr geworden. Und Herpes hat sich auch noch dazu gesellt. Diese fiesen kleinen Dinger. Das Leben feiert mich. Merkt ihr, was? Ich geh jetzt ins Bett, heute zählt nur das Überleben. Mit Schokolade. Viel Schokolade. Ich fühle mit allen Mombies da draußen. One love!  One bed!


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