Warum gibt es Menschen? Von Fragen unserer Kinder und Ermutigung für Eltern

 

Was mache ich, wenn Ihr im Himmel seid? Wie kommen die Babys in den Bauch? Liegt die Oma da unter der Erde? Warum verwesen Körper, wenn sie tot sind? Warum können die Toten nicht auferstehen wie Jesus? Wenn die Ewigkeit so schön ist- warum leben wir dann noch? Warum macht der liebe Gott die Haut? Warum gibt es Menschen? Wie merken wir, dass wir tot sind? Warum gibt es Krieg?

 

Das alles sind Fragen von meinen Kindern oder Kindern meiner Leserinnen und Leser. Das sind Fragen, die essentiell sind. Die zum Nachdenken und zum Antworten suchen anregen. Es sind aber auch Fragen, zu denen ich eine Antwort schuldig bin. Die mir dennoch bewusst machen, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Kindern die Welt erklären. Vor allem das, was über meinen eigenen Horizont hinausgeht – beinahe unmöglich. Wissenschaftlich bewiesen ist vieles, aber nicht alles. Wer an die Evolution glaubt, glaubt auch. Wer an Gott glaubt, tut dies ebenso. In allem steckt doch immer wieder ein Glaube.

 

Alle Fragen zu beantworten wird uns nicht gelingen. Weil wir die Antworten oft selbst nicht kennen. Aber so lange deine Kinder dich fragen, bist du gefragt. Du bist ein Vorbild, eine Antwortgeberin, eine, die versteht.

 

Weißt du, was ich meine? Es ist so wichtig, dass unsere Kinder Fragen stellen. Dinge befragen und hinterfragen. Nicht alles für bare Münze nehmen. Die Welt auf den Kopf stellen und beweisen, dass es eben doch geht, entgegen der ursprünglichen Meinung. Kinder denken nicht viel nach, sie tun einfach. So wirklich einfach. So eine Einfachheit, die wir uns so oft wünschen würden. Diese Unbeschwertheit, diese Direktheit sind so kostbar. Und wertvoll. Wir sollten sie hüten und beschützen. Wie einen Schatz. Diese Fragen. Und zugeben, wenn wir sie nicht beantworten können. Ehrlich sein. Gemeinsam entdecken und gemeinsam unbeantwortet lassen. Lieber leer, als inhaltsleer.

 

Lieber gemeinsam sprachlos als unwahr.

 


Lasst die Kinder reden. Und Fragen stellen. So viel sie wollen. Lasst uns unser Denken überdenken und nicht immer nach der ultimativen Antwort suchen. Lasst uns frei sein im Denken. Und mutig. Und lasst uns selbst Fragen stellen. Immer und immer wieder. Das Leben ist viel zu wertvoll als dass wir alles immer hinnehmen. Denn ich glaube, wer Fragen stellt, der kann die Welt verändern. Fangen wir an! Und lieben wir unsere Kinder für jede Frage, die sie uns stellen, um ein bisschen besser zu verstehen. Ich drück Euch! Nisla