Ein Sitzplatz kann so viel mehr sein als ein Sitzplatz - es kann zeigen, du bist willkommen

 

Es ist ein sonniger Herbsttag. Ich bin beruflich in Nürnberg und warte am Plärrer auf die Straßenbahn. Der Plärrer ist in Nürnberg das, was Downtown Manhattan in New York. Ein Mulit-Kulti-Hotspot und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt Nürnbergs.

 

Ich warte also auf meine Straßenbahn und bemerke wie sich zwei ältere Damen nähern. Im Augenwinkel sehe ich wie ein deutscher und ein ausländisch aussehender junger Mann von einer Sitzbank aufspringen und den Damen die Plätze anbieten. Der Deutsche bedankt sich bei dem anderen jungen Mann und fragt ihn woher er sei und seit wann er in Deutschland lebe. Dieser wiederum antwortet aus dem Iran und dass er seit 4 Jahren hier lebe und gerade auf dem Weg zur Arbeit sei. Sie unterhalten sich noch ein bisschen. Und beide sind überaus freundlich zueinander.

 

Beim Einsteigen in die Straßenbahn höre ich wie der Deutsche zu dem Iraner sagt, alles Gute mein Freund. Und dieses Erlebnis berührt mich tief. Es zeigt nicht nur die Höflichkeit der beiden jungen Männer als sie den Damen den Platz anboten. Nein, es zeigt auch, wie viel man mit einer einzigen kleinen Geste erreichen kann. Einen Platz anzubieten . Ein kleines ungezwungenes Gespräch. Jemandem zeigen, du bist willkommen. Du gehörst dazu. Ich bin nicht mehr wert als du. Wir können Freunde sein.

 

Ja, es hat mich zutiefst berührt.

 

Gerade in der jetzigen Zeit , in denen rassistische Aussagen immer salonfähiger werden.
Wir sollten alle viel freundlicher zueinander sein. Und Lächeln schenken. Fangen wir doch gleich damit an.

 


Ich drück euch, Ihr Lieben, und ihr die Kinder, ja?

 

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