Mein zukünftiges Schulkind - Gedanken einer Mutter

 

Es ist eine aufregende Zeit, wenn der Zwerg den Kindergarten verlässt und in die Schule kommt. Nicht nur für das Kind selbst, sondern auch für die Familie. Ein großer Schritt, ein Abschied aus einem oft familiär gewordenen Umfeld hin zu etwas ganz Neuem. Ist es dann, wie in unserem Fall, das letzte eigene Kind, das den Kindergarten besucht, macht es das Ganze nochmal etwas schwerer. Wehmütiger. Es ist der Abschied von Erzieherinnen, die zu Vertrauten geworden sind, aber auch von Freundinnen und Freunden, die eine andere Schule besuchen oder noch länger im Kindergarten sind. Es wartet eine neue Lehrkraft und damit auch eine neue Bezugsperson auf das Kind. Und neue Freunde.

 

Darauf hoffe ich sehr. Leider wird unser kleiner Zwerg ohne einen Freund auf die Schule wechseln. Sein bester Freund bleibt nun doch ein Jahr länger im Kindergarten und die anderen Freunde gehen auf andere Schulen.

 

Er ist sozial, lustig und sehr sportlich. Ich bin eigentlich sicher, dass er schnell neue Freunde finden wird. Und trotzdem bleibt da ein klein wenig Sorge dabei. Es ist eben wieder ein Schritt des Loslassens. Ohne die Gewissheit, dass er jemanden hat, der ihm Halt gibt.

 

Und doch weiß ich, dass ich einfach nur Vertrauen haben muss. In ihn. In seine Fähigkeiten und auch ein Stück weit in seinen Mut. Neulich im Urlaub schloss er sofort Freundschaft mit einem wesentlichen älteren Jungen im Schwimmbad. Er hat ihn einfach angequatscht. Es fällt ihm leicht Kontakt zu anderen Kindern zu knüpfen und das wird ihm auch in der Schule gelingen. Ich bin voller Vorfreude und ein wenig ängstlich, aber es wird werden. Und ich werde staunen über ihn. Wie gut er das alles meistern wird.  Kinder haben die unglaubliche Begabung sich täglich neu zu erfinden. Ihren Weg zu gehen. Über sich hinaus zu wachsen. Sie tun einfach ohne viel nachzudenken. Mein Herz weiß es längst: Er wird Freunde finden und ich freue mich darauf.

 

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