Seelenkonfetti

Ich will eine Geschichte schreiben, sie euch erzählen und doch fehlen mir die Worte, ob gleich der wunderbaren vielen Geschichten ich doch erzählen könnte. Großartige Geschichten. Groß und artig, irgendwie.

Und dann zögere ich. Zunächst nur ein wenig, irgendwann immer mehr. Ich beginne zu schreiben. Aber nicht von der großartigsten Geschichte, die mir einfällt. Von den Wundern, die wahr werden, den Wünschen, die sich erfüllt haben oder sich doch endlich erfüllen sollten.

Stattdessen beginne ich zu schreiben. Worte, die ja gar nichts Besonderes darstellen. Eine Geschichte, die es vielleicht nicht einmal wert ist, dass ich sie erzähle.

„Ich wache am Morgen auf und die Sonne strahlt mir ins Gesicht.“ Etwas, das an und für sich total banal ist und doch etwas ganz Wundervolles darstellt.

Ich bemerke, dass die vielen kleinen Dinge genau die sind, die meine Tage zu etwas Besonderem machen. Die kleinen Dinge, die meinem Leben Leben einhauchen. Die mich segnen und glücklich machen.

Der Sonnenstrahl am Morgen, meine langen Spaziergänge, in denen ich den Kopf frei bekomme. Umarmungen einer lieben Freundin.

Es ist das Kuchenstück, das meine Kollegin mit mir teilt. Es sind die Witze meiner Kinder, die ich zum hundertsten Mal höre, die sie aber immer noch so zum Lachen bringen, dass ich gar nicht anders kann als mitzulachen. Es sind Regenbögen nach Regenspaziergängen. Es ist mein Lieblingslied im Radio. Das bewusste Augenschließen und Atemholen.

Es sind Erinnerungen, die mitunter auch schmerzhaft sind, mich aber das Leben gelehrt haben. Gespräche, tiefsinnig und manchmal urkomisch. Es sind die Mutmacher und Hoffnungsträger. Die Wegbegleiter und engen Freunde. Es sind die Reisen und der Zauber.

Es sind die vergangenen Tage und die, die noch kommen werden. Es sind die kleinen Dinge. Die das Leben lebenswert machen. Und die, die mich zudem gemacht haben, der ich heute bin.

 

Es sind die Dinge, die Seelenkonfetti sind.

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