Verlust

 

 

Viele von uns kennen dieses Gefühl, des Vermissens, des Verlustes.
Wenn Verlust nicht mehr nur bedeutet, dass man seinen Schlüssel verloren hat, seinen Einkaufszettel  die Handschuhe oder Gewicht.

 


Wenn Verlust stattdessen etwas viel Tiefergehendes ist, was man nur nachempfinden kann, wenn man es selbst erlebt hat. Wenn der Verlust eines Menschen gemeint ist. Wenn er einhergeht mit Trauer und einer Traurigkeit, die man nie zuvor so erlebt hat oder auch nachvollziehen konnte. Der Verlust, wenn es dir den Boden unter den Füßen wegreißt und du eigentlich nur noch von Tag zu Tag lebst und es irgendwie überstehst. Vielleicht sogar überlebst.

 

Menschen, die fragen, ob man es überwunden hat, kennen diese Art von Trauer nicht. Denn man überwindet es nicht. Die Trauer nicht und auch nicht die Liebe. Nur deswegen ist die Trauer doch so groß, weil es die Liebe auch ist. Man überwindet es nie. Man lernt nur damit zu leben. Man lässt es zu, dass die Trauer ein Teil von einem wird. Weil es zum Leben dazugehört.

 

Der Tod ist hart. Komisch. Verwirrend. Traurig. Er macht dich wütend. Und er verändert dich.

 

Wenn uns geliebte Menschen verlassen, dann nehmen sie viel mit.

 

Die Umarmungen, Gespräche und Küsse. Das wohlige Gefühl des Geborgenseins, die Abende vor dem Kamin, das zu Hause fühlen.

 

Sie sterben nicht einfach, sondern sie nehmen soviel mit an diesem einen Tag.

 

Du wirst immer und immer wieder fragen nach dem „Warum“. Und es wird nie eine passende Antwort geben. Und dein Herz wird immer weh tun. Aber vielleicht wird der Schmerz süßer und die Erinnerungen stärker als die Traurigkeit. Du wirst spüren, dass du nur deshalb so trauerst, weil du so sehr liebst.
Es ist wirklich so. Die Liebe ist stärker als alles. Auch die Liebe der Trauer.

 

Ich drück Euch!