Es fehlt so oft - die Dankbarkeit

 

Ich sehe meine Kinder an und manchmal da geht es mit mir durch.

 

Was so oft fehlt, ist die Dankbarkeit.

 

So oft bin ich nicht dankbar für das, was ich habe. Sondern trauere dem hinterher, was ich nicht habe. Beschwere mich darüber, dass es anderen ja vermeintlich besser geht und mich immer wieder irgendein Schicksal erwischt. Doch ist dem wirklich so? Muss ich nicht viel mehr dankbar sein für das, was ich habe. Für gesunde Kinder. Einen tollen Mann. Rotznasen und Kacka. Muss ich nicht dankbar sein, dass mein Kind aufs Klo gehen kann und Kacka macht während andere Kinder dazu nie in der Lage sein werden. Muss ich nicht viel mehr dankbar sein für den Frieden, den ich in diesem Land habe, für Menschlichkeit. Für Freundschaft. Die ich täglich spüre und die mich trägt. Auch durch schwere Zeiten hindurch. Müsste ich nicht viel öfter den Wert des Ganzen betrachten anstatt seine Selbstverständlichkeit zu sehen. Nicht alles so hinnehmen wie es ist. Sondern es als Glück empfinden. Ich hetze durch den Alltag und renne meinen eigenen groß gesteckten Zielen hinterher. Ich bin müde und geschlaucht. Will immer mehr. Schneller, höher, weiter. Und dann sehe ich sie an, meine Kinder. Und ich weiß, ich müsste viel dankbarer sein für Alles. Es liegt an mir. Es geht um uns, unsere Gefühle, unsere Kinder. Dankbar sein für Gesundheit, für Streitereien, weil sie es können. Für verschüttete Gläser und Fußball-Schrammen. All das ist ihnen möglich, all das lerne ich so oft zu vergessen in diesem großen Wort, das sich Alltag nennt. Das mich umhüllt. Und das mich vergessen lässt, wie dankbar ich eigentlich sein kann!

 

Dankbar für Sonnenaufgänge. Die Wärme auf meiner Haut und das Licht, das meinen Tag erhellt.

 

Dankbar für schwierige Momente, in denen ich lerne zu wachsen.

 

Dankbar für Dinge, die ich nicht weiß. Die es mir so ermöglichen meinen Horizont zu erweitern.

 

Dankbar für Muskelkater. Er zeigt mir, was ich geschafft habe.

 

Dankbar für schmutzige Wäsche. Wir hatten eine Menge Spaß und da wird die Kleidung auch schon mal schmutzig.

 

Dankbar für Träume. Die mich voran bringen und Ziele erahnen lassen, von denen ich nicht einmal wusste, dass es sie gibt.

 

Dankbar für meine Familie. Die mir zeigt, was der wahre Wert des Lebens ist.

 


Wofür seid ihr dankbar? Und ist es nicht an der Zeit mal wieder dankbar zu sein? Eure Nisla <3

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Mama (Dienstag, 13 Februar 2018 20:00)

    Ich bin dankbar, dass es Dich und Deinen Bruder gibt !

  • #2

    Sonja (Dienstag, 13 Februar 2018 20:58)

    Ich bin unendlich dankbar, dass meine beiden Kinder bei mir sein können. Ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist. LG Sonja

  • #3

    Nadine Matschhose (Dienstag, 13 Februar 2018 22:27)

    Ach, Du Süße, wie recht Du hast mit Deinen Worten! Wir sollten uns alle viel mehr über unser Glück freuen, so tolle Familien zu haben <3!