Krebs ist ein A...

 

Krebs ist ein A…

 

Ich sehe es ständig und überall. In den Medien, im Freundes- und Bekanntenkreis und leider auch in mehreren Fällen in unserer Familie. Krebs ist ein A.. und es kotzt mich an. Oft geht es gut aus, ist aber immer mit einem großen Leidensweg verbunden. Mit einer Angst vor dem Nicht-Überleben, mit einer Angst alles zurück lassen  zu müssen. Und irgendwann mit der Angst nicht mehr zu können, aufgeben zu wollen, es einfach nicht mehr aushalten zu können. Aber ja, oft geht es gut aus. Auch wenn die Menschen gezeichnet sind, sich verändert haben, das Leben bewusster wahrnehmen. Leben leben. Aber es geht gut aus.

 

Und manchmal leider auch nicht. Manchmal geht es nicht gut aus.

 

Krebs ist ein A.. und zerstörend und es begegnet uns allen irgendwann einmal. Und wenn es uns nicht ganz persönlich trifft, dann jemanden, den wir kennen und lieben.

 

Wenn ich meine Kinder stresse, weil ich selbst gestresst bin, wenn sie Ausschläge haben, Fieber, erkältet sind, wenn ich versuche, alles zu geben, damit es meinen kleinen, liebenswerten Kindern nur schnell wieder besser geht, dann bin ich trotz allem dankbar. Dankbar dafür, dass es ‚nur‘ diese kleinen Wehwehchen sind, dass sie auch wieder gesund werden, dass die Nasen im Winter eben laufen und die Nächte manchmal kurz sind. Ja, ich bin dankbar, dass ich gesunde Kinder habe.

 

Als Eltern leiden wir mit unseren Kindern, wenn sie leiden. Wir wünschten, wir könnten all das , was ihnen so zusetzt, von ihren Schultern nehmen. Wir wünschten, wir könnten es an ihrer Stelle übernehmen. Unsere größte Angst ist es, dass wir unsere Kinder verlieren. Wir wollen unsere Kinder schützen und beschützen. Uns ist nichts wichtiger, als dass sie glücklich sind und für immer gesund. Und gleichzeitig wissen wir, dass nicht alles in unserer Macht liegt. Dass wir auf das Leben vertrauen müssen, auch über den Tod hinaus.

 

Es gibt so viele kleine und große Kämpfer. So viele, die tagtäglich den Kampf aufnehmen und alles dafür geben, dass es weitergeht. So viele, die noch Träume und Wünsche haben. So viele Eltern, die ihre Kinder wieder lachen sehen wollen.  

 

Und auch solche, die den Kampf nicht gewinnen werden. Die in den Himmel gehen.

 


Bei dieser Vorstellung bricht mein Herz. Es bricht in tausend Stücke und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass viele, viele weitere Forschungen betrieben werden. Dass dieses Leid irgendwann ein Ende hat. Dass man ein Heilmittel findet und dieses krebsige A… endlich dauerhaft besiegen kann.

 

 

 

Wir selbst können in der Zwischenzeit nicht allzu viel tun. Wir können beten und da sein. Wir können dankbar sein für das, was wir haben. Und wir können vielleicht dem ein oder anderen krebskranken Zwerg einen Wunsch erfüllen. Seit ein paar Jahren verfolge und spende ich für Strahlemännchen, Herzenswünsche für krebskranke Kinder e.V. Dieser Verein ist Wahnsinn und was sie schon alles erreicht und wie viele Kinder sie schon glücklich gemacht haben, bewundernswert. Kindern, die an Krebs erkrankt sind, werden Herzenswünsche erfüllt. Die gesamte Familie darf an der Erfüllung des Wunsches teilnehmen und bleibende Erinnerungen werden geschaffen. Für mich eine wundervolle Initiative. Wenn ihr mehr darüber wissen oder vielleicht sogar unterstützen wollt, hier entlang.

 

 

 

Mir bleibt nicht viel mehr zu sagen, als Krebs ist ein A…, aber die Liebe gewinnt immer! Eure Nisla <3 (mit ihrer über alles geliebten Schwiegermama im Herzen)

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Bea (Montag, 06 November 2017 12:36)

    Immer dieses furchtbare Thema. Ich hoffe so sehr, daß diese Krankheit bald besiegbar ist und stimme Dir so sehr zu. Krebs ist ein A ...., aber die Liebe siegt. Immer.

  • #2

    Karl-Heinz (Montag, 06 November 2017 15:47)

    Einer meiner Geschäftspartner (Anfang 50) ist gerade an Krebs gestorben. Mich machen diese Nachrichten immer wieder demütig und dankbar für jeden Tag, den ich einigermaßen gesund leben kann. Man kann eine ganze Menge für seine Gesundheit tun, aber letzten Endes gibt es natürlich keine Garantie. Deine Gedanken zu diesem Thema sind schön.

  • #3

    Sam (Montag, 06 November 2017 17:58)

    Was für ein schöner, berührender Artikel! Danke, dass du dieses Thema hier behandelst! Ich habe selbst Menschen an die Krankheit verloren und ein sehr nahes Familienmitglied hat die Krankheit schon 2x besiegt und lebt jetzt gesund und glücklich. Zum Glück.

    Was ich aber bei dem Thema auch extrem wichtig finde: Wir sollten anfangen uns damit zu beschäftigen, wie man die Krankheit heilen kann ohne einfach blind der Medizin zu vertrauen. Das ist etwas, was wir Menschen verlernt haben. Wir vergessen, dass die Natur für alles eine Lösung bereit hält.

    Ich bin kein Arzt und will nicht sagen ich hätte DAS Heilmittel gefunden. Dem ist nämlich nicht so.

    Aber wenn wir mal anfangen uns ein bisschen mit unserer Gesundheit zu beschäftigen verstehen wir das Ganze und können dann handeln.

    Ich hatte nie so eine Krankheit. Aber viele andere Krankheiten, die mein Leben extrem belastet haben. Ich habe viel Zeit im Krankenhaus verbracht und unendlich viele Medikamente genommen.

    Heute nicht mehr. Weil ich all das lösen konnte indem ich mich intensiv damit beschäftigt habe und danach nach natürlichen Lösungen gesucht habe.

    Das einzige, was ich gerne den Menschen auf den Weg geben will ist, dass wir einfach Verantwortung für all das übernehmen müssen und nicht einfach jemandem vertrauen sollten der irgend ein Diplom hat... Auf jeden Fall nicht als einziges.

    <3

  • #4

    Sigrid Braun (Montag, 06 November 2017 21:18)

    Ein sehr berührender Artikel, gerade für mich weil ich meinen Papa an den Krebs verloren habe.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  • #5

    Nicole (Montag, 06 November 2017 21:20)

    Mama Nisla, du hast vollkommen recht! Krebs ist ein A***

    Er fragt nicht, er nimmt einfach. Vor 9 Jahren -nur drei Monate nach unserer Hochzeit - ist mein Papa an HautKrebs gestorben. Vor zwei Jahren erkrankte der kleine Sohn meiner besten Freundin an Leukämie - zum Glück ging es hier gut aus. Vor kurzem ist die Patentante der Kinder an Brustkrebs erkrankt... wir hoffen das allerbeste für sie.

    Seit dem Tod meines Vaters damals sehe ich vieles lockerer im Leben. Ich rege mich kaum über Dinge auf und streite mich nicht mehr. Ich lebe viel bewusster weil ich weiß, wie schnell sich alles ändern kann.

  • #6

    Svenja (Montag, 06 November 2017 22:28)

    Ein echt berührender Beitrag den du hier geschrieben hast. Wir hatten Krebs leider auch bei zwei Familienmitgliedern :-(