Vom Gefuehl zu versagen und warum das nicht stimmt

Kennst du es auch? Das Gefühl zu versagen. Vor allem und gerade als Mama? Überwältigt zu sein von all den Gefühlen und gleichzeitig zu wissen, was alles noch auf dich wartet, welche Aufgaben noch erledigt werden müssen, wie vollgepackt das kommende Wochenende wieder ist. Hinzu paart sich das schlechte Gewissen, weil man das Gefühl hat, den kleinen Wesen es einfach nicht recht machen zu können. Du kennst es? Ich auch! Zu gut. Ich bin des Öfteren an diesem Punkt. 

 

Ich bin dann hart zu mir selbst, denke an längst vergangene Situationen, das Gedankenkarussell dreht sich. Warum wurde ich in dieser Situation gleich laut? Warum habe ich den Termin nicht anders geplant? Warum arbeite ich und warum bin ich dadurch früh eigentlich immer so gestresst? Warum stresse ich meine Kinder, warum bin ich nicht viel geduldiger?

 

Um ehrlich zu sein, ich quäle mich in diesen Momenten. Ich mich selbst am allermeisten. Meistens nachts.

 

Ja, warum versage ich eigentlich so oft?

 

Und manchmal, dann wenn ich die Kurve bekomme, in meinem kleinen feinen Köpfchen und merke, hey, du musst damit aufhören, dann versuche ich an all das Gute zu denken. Das, was mich ausmacht, das was auch prima läuft. Für jeden negativen Gedanken, jedes Versagen, das mir in den Sinn kommt, einen guten Gedanken, eine Sache, die uns als Familie gut tat.

 

 

 

Ich wurde lauter, weil meine Zwerge sich mal wieder gestritten haben und ich es einfach nicht mehr hören konnte, aber ich wurde auch lauter, weil wir lauthals und voller Freude im Auto „Thunder, feel the thunder“ zusammen sangen.

 

Ich war gestresst, weil ich längst hätte auf dem Weg zur Arbeit sein müssen und übertrug den Stress auf meine Zwerge, aber ich nahm mir auch bewusst frei , um ganz entspannt um sieben noch im Schlafi rumzurennen und erst um halb neun los zu fahren.

 

Ich war müde  und legte mich mitten am Nachmittag eine Stunde ins Bett vor lauter Erschöpfung, aber ich nahm mir das andere Mal ganz viel Zeit und wir kuschelten und bauten Kuschelhöhlen und aßen Chips und schauten TV bis es kein Morgen mehr gab.

 

Ich war gelangweilt und saß am Spielplatz mit meinem Handy und scrollte mich durch Facebook. Ich buddelte aber ein anderes Mal auch stundenlang Sand und baute mit den Kindern zusammen die schönsten Burgen.

 

 

 

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir dann bewusst, wie sehr ich mich selbst diszipliniere und verurteile, einfach schon allein deshalb, weil ich unglaublich hohe Erwartungen an mich selbst stelle. Sollten wir nicht alle viel mehr an die Dinge denken, die wir super machen, die uns als Mamas auszeichnen, die uns zu wirklichen Rockstars machen? Wir vergessen so oft an all das Gute zu denken, weil wir damit beschäftigt sind nach unseren Fehlern zu suchen. Warum eigentlich? Ja warum?

 

Wir sollten uns selbst viel mehr loben für die wundervolle Mama, die wir sind. Die du bist!

 

Bist du dabei? Erinnere dich an all die großartigen Dinge, die du leistest und setze darauf deinen Fokus. Denn du rockst als Mama. Aber mal so richtig. High-Five darauf!  Und ich bin absolut überzeugt davon, das sehen auch deine Kinder so! Deine Nisla

 

Einen weiteren interessanten Artikel, warum Drama um unsere Kinder eigentlich gar nicht nötig ist, findet Ihr bei Miri von HOWIMETMYMOMLIFE

 

 Außerdem hat die liebe Sarah von Lotte und Lieke zum Thema Mompositivity zur Blogparade aufgerufen. Deswegen findest du noch viele weitere lesenswerte und wunderbare Artikel hier: lotte-Lieke.com/mompositivity-mit-superkraeften-gegen-den-inneren-kritiker