#RockstarParentsDoGood – eine Challenge, die meinen Blick auf das Leben erweiterte

Viele von Euch erwarten sicher schon längst den Bericht, einige wissen aber wahrscheinlich auch gar nicht, von was ich hier eigentlich schreibe. Daher nochmal eine kurze Zusammenfassung für Euch, worum es eigentlich bei der #RockstarParentsDoGood Challenge ging.

 

Ich hatte mir an einem schönen Sonntagmorgen überlegt, dass ich in 30 Tagen mindestens zehn gute Taten vollbringen möchte. Und dabei meinte ich nicht unbedingt Dinge, die ich ohnehin im Alltag tue, wie einer Freundin eine liebe Karte schreiben oder Ähnliches. Nein, es ging mir eher darum, auch ein wenig über mich hinauszuwachsen und Taten zu vollbringen, die ungewöhnlich scheinen oder auch mich etwas Überwindung oder Mut kosten würden.

 

Um der ganzen Sache auch Nachdruck zu verleihen und weil ich die Hoffnung hegte, dass ich einige meiner Leserinnen und Leser mit ins Boot holen könnte, habe ich die Challenge offiziell auf meinem Blog ausgerufen. Es kam daraufhin keine große Welle der Begeisterung, was mich zunächst ein wenig enttäuschte, um ehrlich zu sein. Aber im weiteren Verlauf habe ich für mich dann festgestellt, dass es auch gar nicht darum geht, wie viele sich beteiligen würden oder wie groß die Taten sind, sondern dass es mir allein schon deshalb ein gutes Gefühl gibt, dass ich etwas tue, wenn ich auch vielleicht nur ein paar damit „anstecken“ kann.  Also dachte ich mir, auf los geht’s los.

 

 

 

Meine erste gute Tat bestand darin, dass wir uns das Telefonbuch geschnappt haben und eine völlig fremde Person herausgesucht haben, die eine Karte von mir bekam. Wie es dazu kam? Ich glaube, es war göttliche Fügung. Ich saß an diesem ersten Tag meiner guten Taten Aktion da und versuchte Ideen zu sammeln, was ich alles Gutes tun könnte. Mir kam in den Sinn, dass ich einer fremden Person sagen könnte, was für ein wertvoller Mensch sie oder er ist. Währenddessen scrollte ich durch Facebook und blieb bei dem Trailer zum Film „Ein Brief für dich“ hängen. In diesem Film schreibt ein älterer Mann einer fremden jungen Frau einen Brief und ermutigt sie und sagt ihr, wie wertvoll sie sei. Also genau die Idee, die ich ein paar Minuten zuvor hatte, entdecke ich in diesem Trailer wieder. Und in diesem Moment weiß ich, es ist richtig. Es ist gut so, wenn ich das tue und es ist gesegnet. Die Karte ging nach Stuttgart und ich weiß bis heute nicht, wie die Empfängerin reagierte oder ob sie sich gefreut hat oder was auch immer. Aber ich hoffe es sehr. Ich hoffe, dass ich diesem Menschen etwas Gutes tun konnte. Einfach nur, indem ich ihr sagte wie wunderbar und wertvoll sie ist.

 

 

 

Bei meiner zweiten guten Tat holte ich meine lieben Leserinnen und Leser mit ins Boot. Ich fragte sie nach Menschen, die Ermutigung bräuchten oder denen man unbedingt eine Freude machen sollte.  Ich habe daraufhin viele berührende Geschichten vorgeschlagen bekommen und habe beschlossen, dass ich ihnen allen eine Karte schreiben würde. Und das Schönste, es kamen von fünf der Empfänger sogar Reaktionen und so lernte ich an diesem, für mich doch recht schweren Tag aufgrund des Verlustes meiner Schwiegermama und der Trauerphase, in der mich noch immer befand, dass es an jedem, noch so harten Tag auch Lichtblicke gibt. Aufbauendes. Schönes. Das macht Mut. Und das tat und tut mir nach wie vor gut.

 

Die dritte gute Tat war gleichzeitig auch etwas Tolles für meine ganze Familie. Mein Mann und ich engagieren uns seit einiger Zeit für eine Frau, die eine lebensrettende Operation in den USA benötigt, die aber leider mit 350.000€ sehr teuer ist. (weitere Infos erhaltet ihr hier).  An diesem Tag fuhren wir also zu den ICE Tigers, einem Eishockey-Team und verteilten Flyer, um auf Melanie aufmerksam zu machen und sammelten Spenden. Dass wir nebenbei auch noch das Spiel schauen durften, war ein toller Nebeneffekt. Was mir an diesem Tag aber vor allem bewusst wurde, war, dass Gutes tun im Team noch viel mehr Freude bereitet und noch viel schöner ist. Weil man sich zusammen am Erfolg freut und weil man sich wieder hochzieht, wenn es mal nicht so läuft. Gutes tun schafft Freundschaften, Menschen, die ich vor diesen Aktionen nicht kannte, die aber jetzt zu Freunden geworden sind, mit denen man kämpft und alles dafür tut, dass Melanie operiert werden kann. Aufgeben ist keine Option.

 

 

 

Meine vierte gute Tat war eher von „banaler“ Natur. Ich buk Muffins und beschrieb kleine Kärtchen und stellte sie meinen lieb gewordenen Arbeitskolleginnen hin. Die Muffins schmeckten gut und die Kärtchen zieren noch heute ihre Tische. Kleine Wertschätzungen im Alltag, die zeigen, du bist geliebt, du bist wertvoll, es ist schön, dass es dich gibt. Das kann jeder von uns, oder? ;-)

 

 

 

Zur fünften guten Tag bat ich wieder auf meinem Blog um die Mithilfe meiner tollen Leserinnen und Leser. Und dieses Mal waren die Reaktionen überwältigend. Für zwei gute Zwecke , einmal die Mobile Hilfe für Madagaskar e.V. und für Kinderheime und Geburtshäuser in Lettland, haben wir Socken, Schals, Mützen und Schuhe gesammelt. Mi r wurden sogar Schuhe aus Österreich geschickt. Ich war wirklich unglaublich berührt und konnte am Ende insgesamt vier Kartons voller genähter und gestrickter Schätze und über 100!! Paar Schuhe an die Organisationen schicken. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal von Herzen bei Euch bedanken! Wir haben diese Tat mal so richtig gerockt. Ihr seid einfach die Allerbesten!

 

 

 

Die sechste gute Tat war eine, die mir persönlich mit am meisten zu Herzen ging. Der Lebensgefährte meiner Schwiegermama hatte Geburtstag. Der erste Geburtstag, den er ohne meine Schwiegermama feiern würde. Das allein war mich schon unvorstellbar schwer. Wie heftig muss es erst für ihn gewesen sein. Also organisierte ich einen Gutschein, schrieb eine liebe Karte von unserer ganzen Familie und buk einen Käsekuchen. Ich versah diesen mit Kerzen und überraschte ihn damit. Er hat sich wahnsinnig gefreut und ich hoffe, dass wir so wenigstens ein kleines bisschen von dem Schmerz nehmen konnten und ihm zeigen konnten, dass wir nach wie vor an ihn denken und er auch ein Teil unseres Lebens ist und bleibt.

 

 

 

Zur siebten guten Tat kam ich durch Zufall. Im Supermarkt wollte sich ein Teenager ein Getränk und ein Essen kaufen, sein Geld reichte aber nicht. Die Kassiererin war also schon dabei, wieder die ersten Dinge zu stornieren, als ich das fehlende Geld auf den Tresen legte und dafür bezahlte. Die Augen des Teenagers waren Dank genug. Er hat sich wahnsinnig gefreut, die Kassiererin, dass sie sich die „Arbeit“ des Stornierens sparen konnte, ebenfalls und mein Herz hat einen Hüpfer gemacht, weil ich merkte, es zählen nicht nur die großen Taten, nein, es sind gerade diese kleinen Dinge im Alltag, die zählen.

 

Für die achte gute Tat malte ich zwei Bilder und schickte sie einer lieb gewonnenen Blogger-Kollegin. Sie ist ein wundervoller Mensch und ich habe sie in der kurzen Zeit schon sehr schätzen und mögen gelernt. Ich weiß aber auch, dass sie oft an sich selbst zweifelt und wollte ihr mit dem Gemalten einfach mal sagen, dass sie wundervoll ist, so wie sie ist!

 

 

 

Bei der neunten guten Tat konnte ich meine Fähigkeit, dass ich ganz gut schreiben und formulieren kann, unter Beweis stellen: Ich half einer lieben Freundin beim Bewerbungen schreiben. Und es zahlte sich aus. Sie bekam das Vorstellungsgespräch und konnte klasse überzeugen, so dass sie jetzt einen tollen neuen Job hat. Wenn sie irgendwann mal Chefin ist, dann verlange ich Vermittlungsprovision oder so. ;-) Wäre doch noch was, nicht wahr?

 

 

 

Meine letzte gute Tat innerhalb dieser Challenge ließ mich wieder einige Zeit in der Küche stehen. Ich kochte insgesamt 25 Gläser Fruchtaufstrich. Etliche der Gläser verschenkte ich an Freunde und Kollegen, einfach mal zwischendurch ohne Anlass. Denn für Wertschätzung braucht es keinen Anlass ;-) und einen Großteil verkauften wir für den guten Zweck für Melanie Moog.

 

 

 

Was haben diese zehn guten Taten  in den 30 Tagen mit mir gemacht? Ich kann nicht sagen, dass es mich grundlegend verändert hätte oder ich irgendeine große Wandlung durchgemacht hätte. Was ich aber sagen kann, ich habe die Taten bewusst gemacht. Ich bin, indem ich z.B. Karten an wildfremde Menschen schrieb, auch über mich hinaus gewachsen. Das sind keine Dinge, die ich sonst tue. Nichts, worauf ich sonst käme. Es war eine bewusste Entscheidung. Und es war gut so. Ich habe für mich festgestellt, dass die Aktion irgendwie von oben gelenkt war, dass ich gesegnet wurde und hoffentlich ein Stück weit dadurch auch zum Segen werden konnte. Ich werde auch weiterhin im Alltag versuchen gute Taten zu vollbringen. Fremden Menschen zuzulächeln, jemanden im Straßenverkehr vorzulassen. Diese Dinge tun mir nicht weh, erfreuen aber andere Menschen und dadurch doch wieder mich selbst. Das, was zurückkommt, ist unglaublich. Macht Freude, macht Mut. Lässt die Welt besser aussehen. Bringt mir ein Lächeln in mein Herz. Und das möchte ich auch weiterhin nicht missen. Ein Stück weit eben den Blick auf das Leben erweitern.  Mein Wunsch für die Zukunft? Dass der ein oder andere sich hiervon inspirieren lässt. Ganz in dem Sinne nach Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

 

 

 

Gerne möchte ich auch noch einige Rückmeldungen anfügen, die mir andere Bloggerinnen oder Leserinnen zukommen ließen, die ebenfalls an der Challenge teilnahmen:

 

Natalia von Simpleylovelychaos war fleißig dabei und goss vor Elan unter anderem sogar die Plastik Blumen ihrer Mama ... Eine Sache, die mich schmunzeln ließ, weil ich weiß, was Natalia für ein toller Mensch ist und wie gern sie bei solchen Dingen dabei ist.

 

 

 

J.D. schrieb:  Ich habe heute im Krankenhaus einer Person meinen übrigen Parkzettel geschenkt. Hat sich auch sehr darüber gefreut. 

 

 

 

Von M.M. kam die Rückmeldung: Die Idee ist ja toll! i würde mir das niemals trauen :-) nach dem Geburtstagsgeschenk für meinen Chef habe ich mir gedacht ich muss auch mal wieder was Gutes tun. und wie ich da so beim Bäcker stehe und überlege was ich gutes tun könnte bemerke ich vor mir eine ältere behinderte Frau die in einer der Wohngruppen hier im Ort lebt. Sie stand vor mir und wollte eine Butterbrezel. Sie war ziemlich traurig als sie merkte ihr fehlen 30 Cent. Ohne lang zu überlegen legte ich 40 Cent hin sagte es stimmt so und lies mir die Brezel geben. Das strahlen von ihr,als ich ihr die Brezel reichte, werde ich nicht vergessen.

 

 

 

N.P. ließ mich wissen: Wir sind schon fleissig 😁haben schon Wildfremde überrascht, für Bekannte Kuchen gebacken- schicken morgen einen Jungen Post nach London und selbst Junior verschickt per Whats App lustige Grüsse u. Freude z -das hellt hier trotz seiner Op echt die Stimmung auf -ich finds super! Wie zu alten Pfadfinderzeiten -täglich eine gute   Tat - unsere 'etwas nicht so freu dliche...'Nachbarin hat die Sonnenblume auch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert...und frei nach dem Glücksprinzip ist auch eine Babydecke an eine hochschwangere Amerikanerin weitergegeben worden....prompt 24h später bekam mein Sohn vom Ehemann der Überreichenden sein Lieblingshuhn von Popeys-er hatte von seiner Op gehört-also ich mag Deinen Blog mega gerne-nur weiter so!!!Und freundlich und aufmuntert durch die Gegend zu gehen ist wenn man es sich bewusst macht echt nicht schwer -DANKE😍

 

 

 

K.P. verwendete sogar den Hashtag #RockstarParentsDoGood und ermutigte gleich mehreren Postings andere Mamas und ließ sie wissen, wir sind alle toll, so wie wir sind. Wir rocken alle! Danke dafür <3

 

 

 

 

 

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