Über den Himmel

 

Gestern Abend haben die Zwerge mich wieder einmal gefragt, wie es der Oma im Himmel geht, warum sie gestorben sind und was sie “da oben” jetzt so treibt. Und überhaupt, wer sonst noch alles im Himmel sei.
Um ehrlich zu sein, mir fällt es nicht leicht darüber zu sprechen. Das alles ist ein sehr schwieriges Thema, das ich auch nur mit Hilfe meines Glaubens beantworten kann. Hinzu kommt natürlich die sehr emotionale Seite. Ich wünsche mir, dass meine Jungs keine Angst vor dem Tod haben. Dass sie verstehen, dass es zum Kreislauf des Lebens dazu gehört. Ich sagte ihnen, dass es der Oma oben im Himmel gut geht, dass sie gerade bestimmt eine ganz fette Party feiert. Oder Tennis spielt. Bestimmt spielt sie Tennis und ärgert sich über den verpatzten Aufschlag. Und ich sagte ihnen, dass auch wir irgendwann, wenn wir gehen müssen, was hoffentlich noch ganz, ganz lange dauern wird und wir bis dahin ein glückliches und erfülltes Leben haben werden, zusammen im Himmel sein werden.
Kurz danach erzählt mir eine Freundin von einem 54-jährigen Mann, der sehr plötzlich verstorben ist, ein Ehemann und Papa. Solche Dinge zu hören, bricht mir das Herz. In meiner momentanen Situation ohnehin.
Letztendlich ist es doch so, ob du an Gott glaubst oder nicht, ob du an den Himmel glaubst oder nicht, alles, was wir hier auf Erden zusammen haben, ist nur von kurzer Dauer. Unsere Zeit hier zusammen ist nicht für die Ewigkeit. Wir sind hier nur für einen Wimpernschlag, warum also nicht das Beste aus Allem machen? Uns ist so viel gegeben, so viel Liebe, Empathie, Herz. Es liegt an uns, dass wir die Welt in unseren Möglichkeiten ein wenig verändern, unser Bestes geben und die Welt versuchen ein Stück weit besser zu machen.
Ich habe keine hundertprozentige Sicherheit, wie es weitergehen wird, was auf uns wartet, wie sich Ewigkeit anfühlt. Wo die Straße uns hinführt. Ob wir Engel sein werden. Was Unendlichkeit ist.
Alles, was ich habe, ist mein Glaube und die Gewissheit, dass ich hier mein Leben so gut gestalten will, wie nur möglich. Dass ich für andere und auch für mich selbst gut sorgen möchte. Das Leben ist kurz, zu kurz. Ich möchte anderen ein Stück meines Herzens schenken. Glücklich sein. Viel lachen. Oft umarmen und anderen so oft wie nur irgend möglich sagen, dass ich sie liebe. Auch wenn es keinen Anlass gibt. Denn dafür braucht es keinen Anlass. Wir sollten damit nicht warten, bis wir in den Himmel kommen. Der richtige Zeitpunkt ist genau jetzt!
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 Einen weiteren wunderschönen Artikel über den Himmel findet ihr bei Anja vom Suessfroschclub