Loslassen. So lange sie die Liebe im Herzen tragen.

 

Jetzt, wo das Schuljahr zu Ende gegangen ist und ich Euch ja in meinem letzten Beitrag(https://www.mama-nisla-rockt.de/…/kein-erstl%C3%A4ssler-me…/) schon erzählt habe, dass es gar nicht einfach für mich war, meinen Großen seinen Weg gehen zu lassen, eben loszulassen, gehen mir viele Gedanken über das Loslassen durch den Kopf. Sicherlich auch bedingt durch den schmerzlichen Verlust, den wir durchgemacht haben.

 

Eben warum es so schwer ist für mich, meine Kinder loszulassen und ihren Weg gehen zu lassen und warum es trotzdem so wichtig ist, dass ich genau das tue. Vor allem wichtig für meine Zwerge.

 

Wie viel sollte ich mich in das Leben meiner Kinder einmischen, wie viele selbstständige Entscheidungen sollten sie treffen, wie viel kann ich ihnen zutrauen und wo muss ich sie beschützen?

 

Unsere Zwerge sind neugierig, sie wollen die Welt erkunden. Es ist nicht immer gut, wenn sie das Gefühl haben, dass wir uns um sie sorgen, ja manchmal auch Angst haben. Wenn mein Großer sagt: „Ach Mama, ich kann das doch schon.“ Und ich ihn lieber vom hohen Sprung vom Klettergerüst zurückhalten möchte. Mein Herz zu flattern beginnt und ich Angst habe, dass ihm etwas passiert. Und dann der Stolz in seinen Augen, wenn er es geschafft hat, ohne, dass ihm etwas passiert ist. Wie er mich ansieht mit dem Blick: „Mama, ich habe es dir doch gesagt, dass ich das kann. Siehst du.“
Ja, mein Großer, ich sehe es. Du kannst schon so viel allein und ich müsste dich manchmal einfach mehr machen lassen. Und ja, ich gebe zu, in diesen Momenten bin ich dann auch sehr stolz. Auf ihn, weil er schon so mutig und groß ist, Entscheidungen trifft und genau weiß, was er sich zutrauen kann. Und auf mich, weil ich ein Stück weit loslassen konnte und sehe, wie ihm das gut tut.
Und es ist so wichtig, dass wir unsere Kinder als das Eigenständige sehen, das sie sind. Eben echte Individuen. Die auch genau wissen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen.

 

Das bedeutet eben auch Loslassen im Sinne, dass ich meinem Kind zutraue, dass es selbst entscheiden kann, ob es loslassen möchte oder eben die feste Hand an seiner Seite braucht, meine feste Hand. Die ihn zärtlich lenkt und führt, wenn es nötig ist und loslässt, wenn es an der Zeit ist. Meinem Kind vertrauen können und auch Vertrauen in mein Kind haben. Unsere Zwerge müssen das Gefühl haben, dass sie sich offen und neugierig durch die Welt bewegen können und wir doch immer da sein werden, wenn sie uns brauchen.  Dass dieses Gefühl des Glücks und des Zusammenhalts bleibt, egal wie weit das Loslassen auch voran geschritten ist oder wie nah wir uns räumlich sind. So lange sie spüren, dass wir uns im Herzen nahe sind, wird es mir gelingen, loszulassen. Weil ich weiß, dass sie es schaffen und ihren Weg machen werden. Weil ich weiß, dass sie die Liebe im Herzen tragen, die wir ihnen als Eltern mitgegeben haben. Immer.

 

Drückt eure Zwerge! Eure Nisla <3

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Sabrina (Sonntag, 30 Juli 2017 20:47)

    Ach, wenn man nur immer wüsste, wann wie viel loslassen das Richtige ist...